Phase 3 und 4
3. Phase: Entschluss/ entscheiden
Mit der Entscheidung für ein Handlungsprogramm ist zunächst nur die rein kognitive Phase zum Abschluß gekommen. Sie birgt noch keine Automatik, dieses Programm auch in die Tat umzusetzen: Der Entschluss, den Handlungsplan auch zu verwirklichen, ist ein eigener Schritt (oft vom Tätigen unbemerkt), deutlich aber ein Übergang, kein Zustand. Je nach Arbeit und Arbeitsbereich kann dieser Entschluss mehr oder weniger große Unsicherheiten und Risiken bergen, er kann mit ganz unterschiedlichen Widerständen und Hemmungen verbunden sein oder von ganz verschiedenen Beweggründen abhängen. Der Entschluss kann mehr oder weniger eigenständig gefasst werden. Eine Arbeit kann übernommen werden, weil der Arbeitende sie aus freier Entscheidung an sich nimmt oder auch, weil er sie übertragen bekommt und sie ausführen muß. Damit führt er aber den Willen eines anderen aus und überspringt für sich – in gewisser Weise – die Entschlussphase.
4. Phase: Durchführung/ ausführen
Die Durchführung der Arbeit bedeutet, dass der nun bisher noch theoretische Plan in konkrete Handlungen übersetzt wird. Diese Durchführung bringt auch die Überprüfung des Plans mit sich, ob dieser sich überhaupt zur praktischen Bearbeitung eignet. Manche Arbeiten bleiben in dieser Phase auf einer Stufe symbolischer Realisierung (z.B. in sprachlichen oder schriftlichen Äußerungen).
Im zweckrationalen Arbeitsprozess geht es immer darum, dass etwas Vorgedachtes realisiert wird.
Im wahrnehmungsgeleiteten Handeln geht es darum, tastend probehandelnd, im schnellen Wechsel mit der Phase 5, sich die notwendigen Handlungsschritte zu erarbeiten. Dabei wird auf die Ideen und Vorüberlegungen zurückgegriffen, es wird aber auch korrigierend Neues erdacht und daraus gehandelt. (Phase 2 und 3)



